Unmittelbar = Bestmöglich

Krankenkasse Widerspruch

Ich habe euch an dem Widerspruchsverfahren mit unserer Krankenkasse  teilhaben lassen und  es ging zu Lasten unserer Seite aus. Die Ablehnung wurden  mit folgenden Gründen  formuliert:

„Bei der Begutachtung Ihres Antrags haben uns die Ärtze des (MDK) mit dem erforderlichen Fachwissen unterstützt. Anhand der Vorliegenden Unterlagen ist der MDK der Auffassung, dass die vorhandene Kommunikationshilfe eine ausreichende Hilfsmittelversorgung im Rahmen des mittelbaren Behindertenausgleich darstellt.“ Zitat Ende.

Ich musste der Krankenkasse erstmal erklären, wo der Unterschied  zwischen der neuen Kommunikationshilfe liegt und dass der Inhalt kindgerechter ist. (Kind wird Schulpflichtig)  Zudem erhielten sie eine kleine Rechtslehre von mir. mittelbar= Basisausgleich, unmittelbar= bestmöglich!!!! Mit aktuellen Urteilen des  Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg und des Sozialgerichts Freiburg konnten die Damen und Herren ihren Kenntnisstand etwas auffrischen. Im Sinne eines Behindertenausgleiches muss dieses gegeben sein. 😯

Telefonisch erhielten wir  zu dem Widerspruch die zweite Ablehnung. Sie war wieder nicht gerechtfertigt. Ich bat dann höflich um das Schreiben und erzählte  von meiner Rechtsschutzversicherung. Da die Rechtslage  auf unserer Seite stand, war es für mich ein Kinderspiel, die erforderlichen Unterlagen an den juristischen Beistand weiterzuleiten. Nur leider kam der Ablehnungsbescheid nicht bei uns an. Nach erneutem Anruf bei der Krankenkasse geschah dann unvorhersehbares…

Es wurde mir am Telefon mitgeteilt,  dass man sich doch zwei Tage lang intensiv bemüht hätte um  zu dieser Angelegenheit zu recherchieren. (Ah jetzt auf mal) Und man sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die beantragte Kommunikationshilfe (20.547,41€) doch kindgerechter sei und man wirtschaftlich arbeiten müsse. Man hätte schlichtweg den Unterschied zwischen den Geräten nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt, was jetzt  aber durch ein Facharbeiter getan wurde. Man habe hier auch bewusst den MDK nicht mehr zu Rate gezogen, da die Sachlage eindeutig ist.    💡  💡

So so, wenn da mal nicht das unmittelbare in Vordergrund gestellt wurde! Einen Tag später hatte ich dann die Bewilligung im Postkasten und freue mich für mein Kind ihn in eine Kind-gerechter Kommunikationshilfe eintauchen lassen zu können. Ich habe mir sprichwörtlich keine Freunde gemacht mit der Krankenkassen und wenn die meinen Namen hören lautet bestimmt im Display

„MIT VORSICHT ZU GENIESSEN “ aber wenn kümmert es?  Der Glaube ist wichtig sonst nichts. Denkt an eure Kinder

4 Kommentare

  1. Mandy Leinfelder

    Hallo Nicole, ich bin gerade auf Deinen Beitrag gestoßen. Herzlichen Glückwunsch zum gewonnen Kampf. Ich habe ein chronisch krankes Kind und kenne diese Situation auch zu gut. Jedes neues Hilfsmittel muss erkämpft werden. Als ob ins das Leben nicht schön genug Herausforderungen stellt.
    Liebe Grüße
    Mandy

    • Liebe Mandy.
      Ich kann Deine Situation gut verstehen. Bleib trotzdem Stark für Dein Kind. Wenn ich irgendwie helfen kann, dann lass es mich wissen.
      Herzliche Grüsse
      n.

  2. Grallert Madeleine

    Herzlichen Glückwunsch.Ich habe auch schon Kämpfe mit der Krankenkasse durch.Mein Sohn hat Muskeldystrohie Duchenne. LG Madlen

  3. Huhu, ich habe nur den Artikel gelesen weil ich ihn durch Facebook entdeckt habe.

    Ich selbst hatte wegen einer elektronischen Lupe mal Probleme mit der Krankenkasse und habe mehrfach Einspruch machen müssen und ich habe letztendlich bekommen was ich wollte.

    Ich selbst bin behindert schreibe ein Blog drüber. Ich ich finde wir sollten nie aufgeben.

    LG Joni von kochjonis.blogspot.com

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