Inklusion in der Realität: Sonder- oder Grundschule

Inklusion Sonderschule Grundschule

Im Sommer ist die Kindergartenzeit vorbei. Es geht in die Grundschule. Da wir alle über das große Thema Inklusion informiert sind, ist es auch für uns nun an der Zeit darüber nachzudenken, was für die Kinder richtig ist: Sonderschule vs. Grundschule. Sehr interessant ist dann immer die Vorstellung aller Pädagogen, den Eltern den Rat zu geben, was doch für das Kind am besten ist und wo die wunderbare Förderung greift. Stempel drauf und der nächste bitte! Bloß nicht so kompliziert machen.

Wir als Eltern haben das Wahlrecht einer Schule. Empfehlungen müssen hier nicht als bare Münze genommen werden. Ich denke immer, dass man selbst am besten weiß, was für sein Kind die optimale Lösung ist. Unsere Entscheidung fällt auf eine musikalische Grundschule im Ort. Hier wird in absehbarer Zeit ein Fördergutachten hilfreich sein, um den Bedarf einer Schulbegleitung zu ermitteln. Das Gutachten dient zum Feststellungsbedarf beim Landesamt für Schule. Danach wird eine Förderkommission gebildet, um die gesammelten Informationen zu besprechen. Die eigentliche Schulbegleitung wird dann über den Landkreis ermittelt und mit Vereinen ein passenden Helfer gefunden. Dies sind leider Vorgaben, an die man sich halten muss.

Ich finde es immer wichtig, sich frühzeitig mit der Schulleitung in Verbindung zu setzen, denn am Ende jedes Verfahren steht mit Sicherheit nicht die Schulbegleitung an unserer Tür und ermöglicht den Kindern ein reibungslosen Schulstart. Ich habe diese Herausforderung angenommen und werde versuchen, bis dahin diesen behördlichen Weg so gut ich kann für meine Kinder zu gehen. Genauso wie bereits den Fall, dass ein besonderes Kind nicht in den Hort kann, weil keine Kapazität da ist. Merkwürdige Gesellschaft. Ich frage mich immer, warum alle wollen, dass Inklusion erfolgt und die Umsetzung dann scheitert. Ja, der Mangel an Fachpersonal, ich weiss. Ich halte euch auf dem Laufenden! Welche Erfahrungen habt ihr hier mit den Behörden gemacht?

2 Kommentare

  1. Nicole Razetti

    Hallo. Ich heiße Nicole und meine Tochter ist durch Epilepsieanfälle geistig Behindert.
    Wir hatten bei der Wahl der Schule überhaupt keine Probleme. Für mich stand von Anfang an fest das meine Tochter auf eine Förderschule geht. Und die Behörden haben mich dabei sehr unterstützt.

  2. Inklusion ist so toll, wenn denn die Bedingungen stimmen. Aber die Sonderpädagogen werden hin und her geschoben wie Schachfiguren. Es fehlt an Manpower an den Schulen. Dieses unglaublich reiche Land gibt sein Geld leider lieber für Bandenrettung aus, als mal was in die Bildung zu investieren. Meiner Erfahrung nach sind deshalb viele Förderkinder auf einer Förderschule besser aufgehoben, weil die Bedingungen stimmen. In einer Regelschule würde man die Förderkinder schon gerne integrieren. Aber ganz ehrlich: eine Lehrerin, die Stundenweise mal von einem Förderlehrer unterstützt wird, kann das nicht leisten. Solange nicht grundsätzlich zwei Lehrer kontinuierlich in einer Klasse zusammen arbeiten, wird das mit der Inklusion ein Schuss in den Ofen.
    Wenn es bei euch in der Nähe eine Schule gibt, die gut Aufgestellt ist vom Personal und den Räumlichkeiten, dann ist das eine tolle Sache. Aber das muss schon gegeben sein. Ich bin Grundschullehrerin und habe an einer integrativen Schule gearbeitet, bevor ich Kinder bekam.

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